Der Standard-Flugablauf
Professionelle Befliegung erfolgt als automatisiertes Raster — ein "Rasenmäher"-Muster: Die Drohne fliegt parallele Linien hin und her in konstanter Höhe, Kamera senkrecht nach unten (Nadir), und löst in festen Intervallen aus. Nutzen Sie immer eine Flugplanungs-App (DJI, Pix4Dcapture, DroneDeploy usw.), damit Abstand und Überlappung exakt und wiederholbar sind — fliegen Sie eine Befliegung nie von Hand.
Überlappung — die Einstellung, die die Genauigkeit bestimmt
Überlappung ist der wichtigste Einzelfaktor für ein sauberes Modell. Der Industriestandard für die Befliegung ist 75–80% Längs- und 65–70% Querüberlappung. Für hohe Genauigkeit, komplexe 3D oder unebenes Gelände auf 80–85% längs / 70–75% quer erhöhen. Ziel: Jeder Bodenpunkt erscheint in mindestens 5–9 Fotos aus verschiedenen Positionen — was die Software für verlässliche 3D-Geometrie braucht.
GSD und Flughöhe
GSD (Bodenauflösung) ist, wie viel Boden ein Pixel abdeckt. Niedriger fliegen bedeutet kleineres GSD — mehr Detail und Genauigkeit. Zielen Sie auf ≤ 2–3 cm/px für Vermessungsarbeit. Halten Sie die Höhe konstant über Grund; in hügeligem Gelände Geländenachführung aktivieren, damit GSD und Überlappung gleichmäßig bleiben. Beachten Sie stets lokale Drohnenvorschriften und Höhenlimits.
RTK/PPK und Bodenkontrolle
Für absolute Genauigkeit brauchen Sie eines von zwei — idealerweise beides: eine RTK- oder PPK-Drohne, die zentimetergenaue Bildpositionen aufzeichnet (DJI Enterprise RTK, oder eine Trimble/Emlid-Basis mit NTRIP-Korrekturen), und/oder Passpunkte (GCPs), eingemessen mit einem RTK-GNSS-Rover. Platzieren Sie 5–8 GCPs gleichmäßig über das Gebiet — besonders nahe an Ecken und Rändern, wo Modelle am stärksten verzerren — plus ein paar in der Mitte. RTK/PPK-Flüge brauchen weniger (4–5 auf großem Gebiet), legen Sie dennoch einige zur Überprüfung.
Echtes 3D erfassen: Doppelraster + Schrägaufnahmen
Ein einzelnes Nadir-Raster genügt für flache Orthomosaike und Höhenmodelle. Für Gebäude, Halden, Vegetation oder volles 3D fügen Sie ein zweites Raster senkrecht zum ersten hinzu (ein "Doppelraster") und neigen Sie die Kamera um 10–30° für Schrägaufnahmen. Die zusätzlichen Blickwinkel verbessern 3D-Rekonstruktion und Höhengenauigkeit erheblich.
Belegen Sie es: Kontrollpunkte und der RMSE-Bericht
Halten Sie 2–4 eingemessene Punkte außerhalb des GCP-Satzes als unabhängige Kontrollpunkte — die Software sieht sie nie, sie liefern also eine ehrliche Genauigkeitszahl. Nach der Verarbeitung zeigt der Genauigkeitsbericht von Orthosite den horizontalen und vertikalen RMSE gegen Ihre Kontrollpunkte, sodass Sie das Ergebnis zertifizieren statt nur behaupten. Gut ausgeführte RTK + GCP-Flüge erreichen typisch 1–3 cm horizontal und 2–5 cm vertikal.
FAQ
Wie viel Überlappung brauche ich?
Wie viele Passpunkte?
Welches GSD sollte ich fliegen?
Brauche ich mit einer RTK-Drohne noch GCPs?
Machen Sie aus Ihrem nächsten Flug ein vermessungsgenaues Ergebnis
Laden Sie Ihre Drohnenfotos hoch und Orthosite erstellt Orthomosaik, 3D-Modell, Punktwolke und Höhenmodelle in der Cloud — messen, teilen und in offenen Formaten exportieren.
Mit Orthosite loslegen